Akzentuiert werden maximilianischen Kunstwerke, die in den Besitz seines Urenkels Erzherzog Ferdinands II. (1529–1595) nach Schloss Ambras gekommen sind.
Sonderausstellung

Zu Lob und ewiger Gedachtnus

Akzentuiert werden maximilianischen Kunstwerke, die in den Besitz seines Urenkels Erzherzog Ferdinands II. (1529–1595) nach
Schloss Ambras gekommen sind. 

Kategorie

Ausstellungen

Datum

11.04.2019 - 31.10.2019

Veranstaltungsort

Schloss Ambras Innsbruck
Schlossstraße 20
6020 Innsbruck

Beschreibung

Am 12. Jänner 1519 verstarb Kaiser Maximilian I. Der Erzherzog aus dem Geschlecht der Habsburger kam 1459 in Wiener Neustadt zur Welt. Durch Heirat wurde er 1477 Herzog von Burgund, 1486 römisch-deutscher König, 1493 Herr der Habsburgischen Erblande und schließlich von 1508 bis 1519 römisch-deutscher Kaiser.
Zum Anlass des 500. Todestages zeigt Schloss Ambras Innsbruck die Sonderausstellung »Zu lob und ewiger gedachtnus«.  Den thematischen Mittelpunkt der Ausstellung bildet der Kenotaph Maximilians: Das Grabmal in der Innsbrucker Hofkirche zählt zu den bedeutendsten Renaissancemonumenten Europas. Erzherzog Ferdinand II. vollendete 1584 dieses aufsehenerregende Großprojekt, das auf seinen Vater Kaiser Ferdinand I., der 1528 Maximilians Testament vollstreckte, zurückgeht. 

Öffnungszeiten:
Täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene: € 12,00
Kinder und Jugendliche unter 19: frei

Kontaktdaten

Schloss Ambras Innsbruck Schlossstraße 20
6020 Innsbruck
T. +43.1525.244803

armin.berger@schlossambras-innsbruck.at
www.schlossambras-innsbruck.at

Kaiser Maximilian I. entwickelte im Laufe seines Lebens ein Denken in historischen Dimensionen. Mit autobiographischen Publikationen, Porträts, Münzen und mit seinem Grabmalsprojekt wollte er eine »gedachtnus« schaffen. Er strebte danach, in der Erinnerung ewig fortzuleben als edler Ritter und großer Kriegsmann, der von der Vorsehung dazu auserwählt war, die Christenheit gegen Ungläubige zu schützen. Ebenso wichtig war es ihm, sein Erbe genealogische darzustellen und die Herkunft seiner Person und den Ruhm des Hauses Österreich hervorzuheben.

Im Zentrum der Ausstellung steht der Kenotaph Maximilians. Maximilians Enkel, Kaiser Ferdinand I., hatte Innsbruck als Aufstellungsort bestimmt und ein Hochgrab in das Gesamtkonzept eingefügt. Wichtige Szenen aus dem Leben des Kaisers sollten als Marmorreliefs dargestellt werden. Die Vorzeichnung (»Visierung«) schuf der in Prag tätige Maler Florian Abel auf Papier in Originalgröße – eine grafische Rarität des 16. Jahrhunderts! Zu sehen sind die Schlacht von Hennegau 1478, die Rückeroberung österreichischer Gebiete von den Ungarn 1477 und 1485, die Hochzeit 1496 von Maximilians Sohn Philipp des Schönen mit Johanna von Kastilien, der Schweizer Krieg 1499, die Einnahme von Stuhlweißenburg 1490, der Krieg um die Krone von Neapel 1503 sowie der Bayerische Krieg 1504.

Ein Highlight der Ausstellung ist die in Kooperation mit dem Land Tirol und der Universität Innsbruck entstandene »Visualisierung des Kenotaphs Maximilians I.« (»Maximilian goes digital«) in direkter Gegenüberstellung mit der auf Schloss Ambras verwahrten originalen Visierung: Die Inszenierung erweckt die Reliefs des Hochgrabs vor den Augen der Besucherinnen und Besucher zum Leben und lässt das Grabmal zum virtuellen Ereignis werden.

Die Ausstellung lädt ein zu einem Parcours durch das gesamte Schloss: Er führt zu Maximilians baugeschichtlichen Spuren im Haus und den Ambraser Kunstwerken seiner Zeit. Herausragende Objekte aus den Sammlungen des Kunsthistorischen Museums verdeutlichen den besonderen Einfluss, den das maximilianische Erbe auf dessen Urenkel Erzherzog Ferdinand II. hatte.

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