Unternehmen/Überleben; Foto: Georg Salner
Ausstellung

Unternehmen/Überleben

Eine Ausstellung mit frühen Bildern und neuen Fotografien von Georg Salner

Kategorie

Ausstellungen

Datum

09.12.2018 - 14.02.2019

Veranstaltungsort

Alpinarium Galtür
Hauptstr. 29c
6563 Galtür

Beschreibung

Der Titel "Unternehmen/Überleben" bezieht sich in einer zweiten Deutung und in nur harmloser metaphorischer Form auf das Leben des freischaffenden Künstlers Georg Salner, das schon seit über vier Jahrzehnten auf abenteuerlichen Pfaden verläuft. Auf kreativer und auf materieller Ebene. Manchmal würde er sich bei dem Unternehmen, dem er sich jung und idealistisch ausgesetzt hat, die eine oder andere Schutzvorrichtung wünschen. Auch als gelegentlich wagemutiger Alpinist weiß er, wovon er spricht.
Einige der ‚gemalten‘ Bilder der Ausstellung haben hintergründige biografische Bezüge zur Herkunftsregion, zum wesentlichen Teil aber zur Geometrie von Raster oder Gitter als Voraussetzung für ornamentale Gestaltungen. Deren einziger Anspruch ist es, die Totale einer rechteckigen Bildfläche in Besitz zu nehmen. Das aber möglichst originell und unverwechselbar.
www.georgsalner.net

Ausstellungseröffnung am 09. Dezember um 19 Uhr

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr im 1. Stock im Alpinarium Galtür. 
Eintritt frei!

Kontaktdaten

Alpinarium Galtür
Hauptstr. 29c
6563 Galtür
T. +43.5443.20000
F. +43.5443.20020

info@alpinarium.at
www.alpinarium.at 

Georg Salner ist 1958 geboren, in Galtür aufgewachsen und ist trotz Internatsjahren und über 40 Jahren als Bildender Künstler in Wien seinem Herkunftsort eng verbunden geblieben. Er hat seit den 1980er Jahren in vielen Bildserien unterschiedliche abstrakt-konstruktive Formensprachen entwickelt. Seine Bilder sind handwerklich kunstvoll und zugleich sehr künstlich, im Eigentlichen aber nicht malerisch. Was im Atelier durchdacht und durchgespielt wird, hat oft Ausgangspunkte und vielerlei assoziative Anknüpfungspunkte im "Angewandten und Objekthaften" von alter und neuer Kultur bzw. Zivilisation. So ist es naheliegend, dass er mit seinem zweiten Standbein – der Fotografie – seit vielen Jahren auch weltweit aktiv ist, insbesondere mit Studien und Projekten zu Haupt- u. Großstadtarchitektur (u. a. in Rom, Bombay/ New Delhi/ Kalkutta, Chandigarh(Indien)/Brasilia, Peking).

Im Paznaun sind insgesamt drei analoge Schwarzweißserien entstanden. 1998 "Die Bauten und Nebenbauten der Illwerke" (beim SilvrettAtelier), 2008 das "TalBild Paznaun" für die NMS Paznaun und jetzt 2018 die reduzierte Arbeit "Schutzgitter", die für diese Ausstellung entsteht. Es stehen hier also die neueren zivilisatorischen Strukturen in Verbindung mit dem Landschaftlichen im Fokus - zuletzt inspiriert von der bevorstehenden 20. Jährung des verlustreichen Lawinenwinters und dessen baulichen Folgen in den Steilhängen oberhalb Galtürs. Die schweren, aufwändigst verankerten konstruktiven Stahlelemente im hochalpinen Gelände bieten von der Nähe, in Verbindung mit ihren landschaftsangepassten Strukturen und vor den
unverwechselbaren Ausblicken eine gewaltige Vorlage mit großartigem fotographischem Potential.
Dies ist aber natürlich nur ein Nebeneffekt. Sie dienen ja dem Unternehmen Überleben. Heute ist es kaum mehr möglich, sich das über die Jahrhunderte äußerst gefährdete Dorf ohne diese Schutzvorkehrungen vorzustellen. Die temporäre Verbindung der vorgeschobenen Schutzkonstruktionen mit dem Alpinarium und seiner großen Mauer, ihr "Herunterholen" in Form von mehreren fotografischen Motiven in die Ausstellung, soll den Anstrengungen, den Galtürer Lebensraum abzusichern, Achtung zollen.

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