Die Städtische Galerie Theodor von Hörmann widmet dem Oberländer Künstler, Maler und Bildhauer Reinhold Traxl eine Ausstellung, die auch während der Kunststraße zu sehen sein wird.
Ausstellung

Traxl - Endlos

Die Städtische Galerie Theodor von Hörmann widmet dem Oberländer Künstler, Maler und Bildhauer Reinhold Traxl eine Ausstellung, die auch während der Kunststraße zu sehen sein wird. 

Kategorie

Ausstellungen

Datum

22.11.2018 - 05.01.2019

Veranstaltungsort

Städtische Galerie Theodor von Hörmann
Stadtplatz 11
6460 Imst

Beschreibung

Reinhold Traxl studierte von 1964 bis 1970 an der Akademie der bildenden Künste in Wien, zudem in den folgenden Jahren Architektur und absolvierte eine Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer. 2011 war bereits eine Ausstellung in Imst geplant, eine lebensbedrohliche Krankheit machte jedoch alle Pläne und Projekte über Jahre zur Makulatur. Wieder genesen, zeigt Reinhold Traxl nun sein Spätwerk - die Essenz seines langen Schaffens.

Vernissage: 22. November 2018, 19 Uhr
Begrüßung: Kulturreferent StR Christoph Stillebacher
Zur Ausstellung spricht: Mag. Ruth Haas
Musikalische Intervention: Rafael Haas

Öffnungszeiten Galerie:        
Do, Fr, Sa 14 - 18 Uhr
Während der Kunststraße Imst (1. - 16.12.):
Do, Fr 14 - 18 Uhr;
Sa, So 14 - 19 Uhr

Kontaktdaten

Kulturbüro STADT IMST
Stadtplatz 11
6460 Imst
T. +43.664.60698205

kultur@imst.gv.at
www.kultur-imst.at

Zum Spätwerk von TRAXL:

Seit langem schon spielt Traxl mit dem X und dem L in seinem Namen. „lx : art hangar“ war der Titel jenes Projekts, in dem er die Seelen in seiner Brust - in seinem Fall sind es drei: der Architekt, der Bildhauer und der Maler - in einem überwältigenden Gesamtkunstwerk verband. Nicht das naheliegende, allzu gegenwärtige, großspurige XL, sondern das reduzierte lx steht für seine Kunst: nicht Größe, sondern Inhalt, nicht Event, sondern Erlebnis, nicht Fake, sondern Wahrhaftigkeit, nicht das Simple, sondern das sich immer neu auf die Suche Begebende. Zeitlebens hat sich Traxl intensiv mit kunsttheoretischen und historiographischen Fragestellungen beschäftigt – zum Beispiel mit der frühen italienischen Malerei eines Giotto di Bondone oder Ambrogio Lorenzetti oder mit Piero della Francesca – und damit den eigenen künstlerischen Standpunkt beständig neu bestimmt und hinterfragt. Traxl träumt von Ausstellungsräumen, in denen nur ein einziges Bild gezeigt wird – überwältigend, expressiv und ohne eine Anhäufung von Erklärungen. So könnte das Bild zu einem eigenen Erfahrungsraum für seine Betrachter werden.

Nach Tirol, und da ganz bewusst gewählt nach Imst in die Städtische Galerie Theodor von Hörmann, kehrt der Vielgereiste mit seinen neuen Arbeiten auf großflächigen Leinwänden zurück. Ungerahmt, nicht begrenzt, von Farbe umfangen gestattet uns Traxl in seine vibrierende, sirrende Welt einzutauchen und in eine tiefe Beziehung mit seinen Arbeiten zu treten, maximal den Spuren des breiten Pinsels als Wegweiser folgend. (Mag. Ruth Haas)

Der Künstler TRAXL zu seiner Ausstellung „Endlos“ in Imst:

Endlos, ohne Ende, fortlaufend, unerschöpflich…

„Ein Bild, eine Skulptur ist nie fertig. Nur durch die Entscheidung nicht mehr am Werk zu arbeiten, ist das Werk vollendet im Sinne der Abgeschlossenheit. Von Beginn an ist der schöpferische Schaffensprozess eigentlich immer ohne Grenze. Endlos: Ein wunderbarer Prozess, in dem alles möglich ist, also auch Zeitloses. Es erscheint mir wichtig, die ausgestellten Werke immer in den Raum einzubinden, das heißt Bild und Raum einen ganzen Formduktus werden zu lassen, damit nie nur eine plakative Dekoration entsteht. Deshalb zeigt ein klarer weißer hoher kubischer Raum das Werk am Ursprünglichsten, was die Aussage betrifft. Alles andere lenkt ab.“

Mensch - Raum – Werk
„Der Ansporn zum großen Format kam vom Galeristen Oskar Friedl, der mich 2017 in Montalcino besucht und dazu angeregt hatte, große Bilder zu wagen. Sein Argument: in ein großes Bild kann man ganz eintauchen. Ein Mohn- oder ein Sonnenblumenfeld auf 30 x 40 cm wird nie ein großes Feld, 200 x 300 cm aber schon. Das war auch bei Claude Monet der Impuls zu seinen großen Seerosenbildern. In der gegenstandslosen Malerei war es Mark Rothko, der große Flächen und den Raum zu einem Ganzen komponierte. Die Kapelle in Houston/Texas ist das schönste Beispiel einer Verschmelzung von Bildern mit dem Raum. Bei seiner Italienreise gab ihm vor allem Pompeji die Ermutigung zum großen Format in seinem Lebenswerk. Denn schon die Römer hatten Bilder voll in den Raum integriert, die Wand war gleich die Malerei. Ich kenne nur wenig Kunstliebhaber, die den Mut haben, große Bilder auf eine gleich große Wand zu hängen. Diese Bilder verlieren jeden Hauch von Dekoration und alles Plakative. Bild und Raum werden ein Ganzes hin zum Grenzenlosen.“

TRAXL
1944 geb. am Arlberg
Fachschule für Bildhauerei
Akademie der bildenden Künste/Meisterklassen Fritz Wotruba und Joannis Avramidis
Studium der Architektur bei Ernst Anton Plischke
Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer in der Schweiz
Ausstellungen in In- und Ausland
1999 Projekt lx : art hangar
Lebt und arbeitet in Italien, Belgien und Österreich

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