Aktuelles Musiktheater bildet den Höhepunkt des Maximilianjahres.
Festival für aktuelles Musiktheater

Die sieben Leben des Maximilian

Lienz, Stams, Schwaz, Hall, Landeck, Altfinstermünz und Innsbruck – all diese Stätten verbindet das Festival für aktuelles Musiktheater „Die sieben Leben des Maximilian“ vom 20. bis 30. Juni 2019 zu einem klingenden Ganzen.

Kategorie

Konzerte & Festivals

Datum

20.06.2019 - 30.06.2019 17:00 Uhr

Veranstaltungsort

Diverse Schauorte - siehe unten

Beschreibung

Lienz, Stams, Schwaz, Hall, Landeck, Altfinstermünz und Innsbruck – all diese Stätten verbindet das Festival für aktuelles Musiktheater „Die sieben Leben des Maximilian“ vom 20. bis 30. Juni zu einem klingenden Ganzen. Für die Inszenierung der wichtigen Stationen aus dem Leben Kaiser Maximilians I. konnten die herausragenden Intendanten Daniel Ott und Manos Tsangaris gewonnen werden. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenfrei. 

Für jeden der sieben Orte wurden Kompositionsaufträge vergeben, die Uraufführungen erfolgen jeweils in enger Zusammenarbeit mit lokalen Musik- und Kulturschaffenden. Insgesamt sind rund 1.500 Mitwirkende involviert.

Alle Veranstaltungen bei freiem Eintritt!

Programm:
Informationen über das Programm erhalten Sie hier!

Kontaktdaten

Amt der Tiroler Landesregierung 
Abteilung Repräsentationswesen
Eduard-Wallnöfer-Platz 3
6020 Innsbruck
Tel. +43 512 508 2232
repraesentation@tirol.gv.at
www.tirol.gv.at

ICH FAHR DAHIN
MEIN STRASSEN

20.06.2019, 17:30 Uhr
Wandelkonzert, Bergfried von Schloss Bruck, Lienz

20.06.2019, 21:00 Uhr
Viehversteigerungshalle / RGO Arena, Julius-Durst-Straße 6, Lienz

Die Musicbanda Franui ist ein Ensemble mit Tiroler Wurzeln, das inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und international unterwegs ist. Das hat es mit einigen Musikern wie beispielsweise dem Komponisten Heinrich Isaac gemein, der zur Zeit Maximilians I. in Innsbruck und mit der dortigen Hofkapelle in weiten Teilen Europas verkehrte. Dessen berühmtes Innsbruck-Lied vom Reisen und Abschiednehmen setzen die zehn Musiker von Franui in Beziehung zu W.G. Sebald, einem Schriftsteller des ausgehenden 20. Jahrhunderts, der, wo immer er war, sich fremd zu fühlen schien. Das alles, die Reisen, das Fremde, die musikalischen Künste, verbinden die Künstler von Franui in mehrfach bewährter Zusammenarbeit mit dem Puppenspieler und Regisseur Nikolaus Habjan sowie dem Schweizer Stimmakrobaten Christian Zehnder und dem BR-Chor in „Ich fahr dahin mein Strassen“ mit einem Tirol, in dessen ländlichen Tälern hochkulturelle Fragestellungen in dieser Form sicherlich kein Thema waren.

Alle Informationen

DIE JAGD

21.06.2019 21:00 Uhr
Stift Stams

Maximilian galt als ständiger Erfinder: Nicht nur seiner selbst. Darum bemüht, durch Reformen eine territoriale Einheit zu schaffen, ging es nicht zuletzt darum, vereint gegen den gemeinsamen Feind, die Türken zu stehen – und doch letztenendes Frieden zu schließen. Aber kann (eine) Geschichte vom Frieden erzählen, wenn sie nur von Männern geschrieben wird?
Maximilians Ziel war es, unsterblich zu werden: DIE JAGD erweckt ihn humorvoll wieder zum Leben. Der Walk (Spaziergang) führt die Zuschauenden auf den Spuren des Kaisers durch verschiedene Stationen seines politischen Wirkens. Dabei verschwimmen auf absurde Weise sowohl die Grenzen zwischen Performer*innen und Zuschauenden als auch zwischen historischer Vergangenheit und Gegenwart.

Mehr Informationen

ZWEIERLEI RECHT

22.06.2019 18:00 Uhr
Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, Schwaz

Eine Stadt: in zwei geteilt. Auf der einen Seite die Bergarbeiter, die Zugezogenen, auf der anderen Seite die Stadtmenschen. Der Silberabbau erlebte in Schwaz zur Zeit Maximilians nicht nur seine volle Blüte – Schwaz war die größte Bergbaumetropole Europas, die zweitgrößte Ansiedlung nach Wien. Der Bergbau veränderte auch die urbane Gesellschaft von Grund auf, schuf ein eigenes Rechtssystem und ließ eine „geteilte“ Stadt entstehen, wie noch heute an den Bürgerschiffen und Knappenschiffen der Stadtpfarrkirche zu erkennen ist. Aus dem Ort wurde durch den Zuzug der Bergarbeiter aus dessen umliegenden Ländern ein vielfältiges kulturelles Zentrum, deren Ausdifferenzierung sich in einer blühenden Bergwerkssprache zeigt. „Zweierlei Recht“ nimmt sowohl diese historische, soziale Teilung, als auch die kulturelle Vielfalt der Stadt Schwaz zum Anlass, von der Neufindung einer Welt zu erzählen, in einer Aufführungsform, die diesen Moment durchleuchtet – musikalisch räumlich und choreografisch.

Mehr Informationen

MÜNZWURF

23.06.2019 17:00 Uhr
Altstadt Hall / Oberer Stadtplatz

Werft eine Münze! Kopf oder Zahl, Kopf oder Kopf, Wappen oder Pferd, Krieg oder Frieden, Schweizer Krieg oder Italienischer, Katholische Kirche oder Reformation, Europa oder Neue Welt, Mittelalter oder Renaissance, Gegenwart oder Vergangenheit?
Die Stadt, die auseinanderstrebt, die Stadt die zusammenkommt? Werft eine Münze! Und ihr werdet sehen, es gibt mehr als zwei Seiten. Es gibt eine dritte Seite, wenn man nur genau hinsieht. Sucht die dritte Seite der Münze! Sie führt euch raus aus dem Schlamassel.
Zentraler Anlaufpunkt der Musiktheater-Aktion „Münzwurf“ wird die Altstadt mit dem Oberen Stadtplatz vor der Kirche St. Nikolaus sein. Aus allen Richtungen werden die beteiligten Gruppen musizierend durch die vielen kleinen verwinkelten Gassen sternförmig auf den Oberen Stadtplatz ziehen, an dem es am Ende, zugleich Höhepunkt der Aktion, ein gemeinsames Aufeinandertreffen der mitwirkenden Ensembles gibt.

Mehr Informationen

MAXIMILIAN DER REISENDE —
EINE RESONANZ

28.06.2019 19:30 Uhr
Schloss Landeck

Die Komponistin Carola Bauckholt wird mit ihrer Kompositionsklasse der Anton Bruckner Privatuniversität Linz Werke für das Schloss Landeck maßschneidern und zu einem Stationentheater formen.
Für „Maximilian der Reisende“ wirken neun Komponistinnen und Komponisten aus China, Deutschland, Iran, Israel, Korea und Mexiko zusammen, die alle in Österreich leben und für die Reisen und übernationales Denken normal und alltäglich sind. Das Reisen selbst wird zur Metapher für Maximilians Leben, Frauen und Familie, Sterben, Krieg und Tod. Ganz im Sinne des von Kaiser Maximilian schon zu seinen Lebzeiten initiierten „GEDÄCHTNUS“ findet dieses in einer heutigen Reflexion durch junge Künstlerinnen und Künstler in einem zeitgenössischen Musiktheater Resonanz, Ausdruck und Fortsetzung.

Alle Informationen

FIN AL CUNFIN —
EINE GRENZÜBERSCHREITUNG

29.06.2019, 14:00 Uhr
Hochfinstermünz, Bierweg / Einmündung Via Claudia Augusta

29.06.2019, 16:00 Uhr
Vinadi / Weinberg
Im Anschluss gibt es ein Fest mit Ils Fränzlis da Tschlin in Altfinstermünz

Die Grenz-Anlage Altfinstermünz steht als akustische Installation im Zentrum dieser Musiktheater-Aktion. Dieses historische Bollwerk wird durch einen einziehenden „Triumphzug“ von der schweizerischen Seite, über einen ausziehenden „Trauerzug“ auf der österreichischen Seite und umgekehrt, erreicht, erfahren, durchwandert und verlassen. Die Aktion zitiert Texte sowohl aus dem unter Maximilian verkündeten „Ewigen Landfrieden“ und der kriegerischen Auseinandersetzungen des Jahres 1499 als auch die aktuelle Debatte über die weiterhin bestehende Grenze – heute eine Außengrenze der EU. Durch das Mitwirken der Bewohner beider Regionen und ihrer Sprachen wird das Trennende thematisiert und überwunden.

Mehr Informationen

WEGE

30.06.2019, 15:30 — 21:30 Uhr
Vom Goldenen Dachl zum Zughaus

30.06.2019, 15:30 / 16:00 / 16:30 Uhr
Goldenes Dachl

30.06.2019, 16:00 / 16:30 / 17:00 / 17:30 Uhr
Hofkirche

30.06.2019, 16:30 — 19:15 Uhr

Von der Hofkirche über das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum – Arkadenhof der Theologischen Fakultät – Jesuitenkirche – Innenhof der SOWI – Die Bäckerei - Kulturbackstube zum Zeughaus

30.06.2019, 19:30 Uhr
Zeughaus

Den finalen Höhepunkt des Festivals bilden vier miteinander verwobene Musiktheater-Aktionen in Innsbruck.

Jennifer Walshe lässt das berühmte Goldene Dachl, dessen Vorplatz und die engen Gassen der Altstadt zum Ort einer Performance werden, die das Leben und Sterben der beiden Ehefrauen Maximilians thematisiert.

Parallel dazu bespielt ein hochklassiges musikalisches Ensemble die Hofkirche als meditativ inspirierenden Raum mit einer Uraufführung von Rebecca Saunders.

Am Landesmuseum Ferdinandeum entspringt ein akustisch-musikalischer Aktions-Fluss einer Gruppe Komponierender des Landeskonservatoriums, der die Aufmerksamkeit des sich frei bewegenden Publikums von einer zur anderen Station quer durch die Stadt hin zum Zeughaus tönend geleitet.

Im Zeughaus agieren über 280 menschliche Stimmen miteinander als „Klanginseln“ und „Klangzellen“ und verschmelzen hierbei mit acht Streichinstrumenten zu einem großen Musiktheater, das zusammenfassend – wie eine sinnlich wahrnehmbare Landkarte – das Leben und die „Wege“ von Maximilian I. künstlerisch übersetzt.

ALLE DETAILS
kultur.tirol Geschichten

Geschichten

Spannende Geschichten zum aktuellen Kulturgeschehen.

kultur.tirol Großveranstaltungen

Highlights

Entdecken Sie hier unsere Kultur Highlights.

Eventkalender kultur.tirol

Eventkalender

Finden Sie hier alle aktuellen Kulturereignisse.