Goldenes Dachl Burg Hasegg
Mit dem Kaiser reisen

Unterwegs mit maximilian

In ganz Tirol hat Kaiser Maximilian I. seine Spuren hinterlassen – genug, um in seinen Fußstapfen ein, zwei Tage durchs Land zu reisen. Text: Esther Pirchner
Titelfotos: TVB Innsbruck – Christoph Lackner, Burg Hasegg
Fuessel Theuerdank

Immer auf Reisen – so ließ sich Maximilian I. auch in seinem reich bebilderten Versroman „Theuerdank“ darstellen.
Foto: Taschen Verlag

Max war ein Reisekönig

Regieren von der Residenz aus? Das war Maximilians I. Sache nicht. So wie viele Herrscher vor ihm war er fast ständig in seinem Reich unterwegs und hielt sich meistens nur einige Tage oder Wochen an einem Ort auf. Reisekönigtum nannte man das, und für den jeweiligen Herrscher und seine Gefolgschaft muss es ganz schön anstrengend gewesen sein. Unter anderem deshalb blieb Maximilian I. besonders gerne in Tirol, weil er hierher nicht nur zum Regieren kam, sondern auch zum Jagen oder Fischen. Und manche Burg erhielt erst durch die von ihm veranlassten Umbauten ihr heutiges Gesicht. Gelegenheiten, seinen Spuren in Tirol zu folgen, gibt es viele. Wir haben ein paar davon zusammengetragen, aus denen sich abwechslungsreiche Tagestouren zusammenstellen lassen: Für Sportliche bieten sich Besuche der Festung Kufstein und des Alpenzoos in Innsbruck an und nachmittags eine Wanderung zur Kaiser-Max-Grotte in der Martinswand. Kunstinteressierte finden in Stift Stams, in der Schwarzmanderkirche und auf Schloss Tratzberg weltlichen und kirchlichen Prunk. Wer Natur und schöne Ausblicke liebt, schaut in Thaur auf der Burgruine vorbei, besucht im Tal die Fischzucht und stattet der Burg Hasegg mit dem Münzerturm einen Besuch ab. Oder, oder, oder … vielleicht solltet ihr doch mehr als einen Tag einplanen, schließlich kann man in Tirol sogar in einem halben Dutzend Hotels übernachten, die den Namen Maximilian tragen. 

Maximilian und Hans Pienzenau

Laut einer Sage soll Hans Pienzenau, um Maximilian I. zu verhöhnen, den durch den Beschuss abgebröckelten Verputz eigenhändig von der „uneinnehmbaren“ Festung Kufstein abgekehrt haben. Maximilian I. ließ bessere Kanonen holen, nahm die Festung ein – und Pienzenau wurde zum Tod verurteilt. Auf dem Gasthof Auracher Löchl in Kufstein stehen die zwei einander kampfbereit gegenüber.
Foto: Stollen 1930 

Sieg mit „Purlepauß“ und „Weckauf“

Wir beginnen im Nordosten Tirols und gehen gleich einmal 515 Jahre in der Zeit zurück – mitten hinein in den Bayerischen Erbfolgekrieg und in die damals bayerische Festung Kufstein. Die war zwar 1504 auch schon gut befestigt, aber nicht gut genug, um den schweren Geschützen standzuhalten, die Maximilian I. auffahren ließ. Mit den beiden Kanonen „Purlepauß“ und „Weckauf“, die auf der Festung immer noch zu besichtigen sind, gelang es ihm nach drei Tagen, die Festung sturmreif zu schießen – der schlimmste Ausgang für den bayerischen Schlosshauptmann Hans von Pienzenau, der davor alle Angebote einer Übergabe ausgeschlagen hatte: Er und 17 seiner Getreuen wurden hingerichtet. Das Bauwerk ließ Maximilian I. anschließend besser befestigen als zuvor.
Die Zeiten, in denen einem auf der spektakulär gelegenen Festung die Kugeln um die Ohren flogen, sind glücklicherweise vorbei. Statt die Festung zu erobern, könnt ihr ganz bequem mit dem Panoramalift hinauffahren oder den Fußweg nehmen.

Wie ein Kaiser

Die Festung Kufstein hat das Gedenkjahr „Max 500“ zum Anlass genommen, den Habsburger in einem Kalender in verschiedenen Settings und Kostümen in Szene zu setzen (Bild). Beim Besuch der Festung Kufstein lässt einen ein neues Orientierungs- und Informationssystem ganz in die Belagerung und Eroberung des Bauwerks oberhalb von Kufstein im Jahr 1504 eintauchen.

Festung Kufstein
6330 Kufstein
Tel. +43 5372 66525
info@festung.kufstein.at
www.festung.kufstein.at

geöffnet täglich
Zeit einplanen: ca. 2 Stunden

Festung Kufstein Maximilian

Wirkungsvoll und vielseitig: Im Kalender der Festung Kufstein schlüpft ein Max-Darsteller in verschiedene Rollen des Kaisers: vom Belagerer der Festung Kufstein bis zum Familienmenschen.
Foto: Patrick Saringer

Familiäre Bande

Lust auf ein wenig Familiengeschichte? Maximilian I. hatte bekanntlich ein Faible für Hochzeiten, und das nicht nur für die eigenen. Denn auf diese Weise konnte er der Familie Habsburg Gebietsgewinne sichern, ganz ohne Kriege zu führen. Er verheiratete seine Kinder und Enkelkinder, und diese wiederum hielten es mit ihren Kindern und Enkelkindern genauso – was zu einem übermäßig dichten Netz an Verwandtschaftsbeziehungen in den europäischen Adelshäusern führte. Zu Maximilians I. Lebzeiten war es noch nicht so weit, aber für einen üppigen Stammbaum, den er für Schloss Tratzberg in Auftrag gab, hatte die Familie Habsburg schon damals genügend Familienmitglieder. Das Wandgemälde nimmt den gesamten Habsburger Saal des Schlosses ein und ist ein Schaubild nicht nur der einzelnen Persönlichkeiten und ihrer Beziehungen, sondern gibt auch die Mode der Zeit wieder.

Schloss Tratzberg
zwischen Stans und Jenbach
Tel. +43 5242 63566
info@schloss-tratzberg.at
www.schloss-tratzberg.at

geöffnet: April bis Oktober, Führungen stündlich von 10 bis 16 Uhr
Zeit einplanen: ca. 1,5 Stunden

Habsburger Saal
Habsburger Saal

Der Prunksaal auf Schloss Tratzberg mit dem Stammbaum der Habsburger

Fotos: Schloss Tratzberg

Familiengeschichte
Familiengeschichte

An vier Seiten ließ Maximilian I. die Verwandtschaftsbeziehungen malen.

Erste Ehe
Erste Ehe

Maximilian I. und Maria von Burgund (re.), die früh verstarb.

Sigmund der Münzreiche
Sigmund der Münzreiche

Mit dem Tod Sigmunds 1496 endete die Tiroler Linie der Habsburger.

Wo das Geld herkommt

Hier bauen, da Krieg führen, dort Feste feiern – kein Wunder, das Maximilian I. immer knapp bei Kasse war. Da traf es sich gut, dass Tirol damals reich an Bodenschätzen war und schon sein Vorgänger, der Tiroler Landesfürst Sigismund der Münzreiche, die Münze nach Hall verlegt hatte. Fast so wie Maximilian I. damals die Burg Hasegg ausbauen ließ, sieht sie noch heute aus, ein Besuch lohnt sich darüber hinaus wegen des Museums und dem Aufstieg in den Münzerturm, von dessen oberstem Raum aus der Blick in alle Richtungen schweift. Die Münze Hall befindet sich seit 1567 in der Burg Hasegg, und dort könnt ihr es wie zu Maximilians I. Zeiten machen und euch eigenhändig eine Münze prägen.

Burg Hasegg/Münze Hall
Burg Hasegg 6
6060 Hall in Tirol 
Tel. +43 5223 5855 520
info@muenze-hall.at
www.muenze-hall.at

geöffnet: Sommer: Di–So, Winter: Di–Sa, bis zur zweiten Märzwoche nur für Gruppen nach Voranmeldung geöffnet
Zeit einplanen: ca. 1,5 Stunden

Burg Hasegg

Die Burg Hasegg mit dem Münzerturm, hier im Vordergrund, prägt seit Maximilians I. Zeit die Silhouette der Stadt Hall in Tirol.
Foto: TVB Hall-Wattens

Die wiedererstandene Ruine

Zugegeben, hier ist eure Fantasie gefordert. Denn vom Thaurer Schloss, wie es in Thaur genannt wird, stehen nur mehr einige Mauern. Wie mag es im 16. Jahrhundert hier ausgesehen haben, als Maximilian den Bau um einen Wohntrakt und Befestigungen erweitern sowie Weingärten am Schlossberg anlegen ließ? Der Verein Chronos hat in den letzten Jahrzehnten mit großem Einsatz die Burgruine Thaur von Überwachsungen befreit und hergerichtet, und mit der Locandy-App könnt ihr euch von Knappe Kunibert durch die alten Mauern führen lassen. Sogar ein kleines Museum, das „rundum thaur“, zur Geschichte dieses besonderen Ortes ist im Romediwirt nebenan entstanden. Für eine Pause in dem gemütlichen Gasthaus oder auf der Terrasse mit weitem Blick über das Inntal solltet ihr euch auf jeden Fall noch Zeit nehmen.

Burgruine Thaur
Chronos – Verein für Dorfgeschichte, Thaur 
Tel. +43 650 3161570 
chronos.thaur@gmail.com 
www.ruinethaur.at

jederzeit frei zugänglich
Spazierweg von den Parkplätzen ca. 10 bis 20 Minuten

Romediwirt mit Ausstellung
geöffnet: Winter: Mi–So, Sommer: täglich
www.romediwirt.at

Zeit einplanen: 1–2 Stunden

Burgruine Thaur
Burgruine Thaur

Geheimnisvoll liegt der Burgruine oberhalb von Thaur.

Foto: Mnolf, Wikimedia Commoms

Knappe Kunibert
Knappe Kunibert

geleitet mittels App durch die alten Gemäuer.

Burgruine Thaur
Verwunschene Wege

führen durch die Burganlage.

Vitrine
im Museum

rundum thaur nennt sich das Museum im Romediwirt, dort steht die Vitrine mit Keramik, Glas und einem Schloss

Frischer Fisch mit langer Tradition

Es gibt sie noch, die danubische Bachforelle oder „Urforelle“, auch wenn seit Maximilians I. Zeiten ihre Bestände radikal dezimiert wurden. Durch Kraftwerksbauten hat sich ihr Lebensraum verändert, und auch die Konkurrenz durch die importierten Regenbogenforellen setzten den Bachforellen stark zu. In der Fischzucht in Thaur, die bereits 1504 urkundlich erwähnt wurde, wird die Urforelle seit einigen Jahren nachgezüchtet, um sie auch in den Bächen Tirols wieder anzusiedeln. Am 11. Mai 2019, 12 Uhr, könnt ihr bei einer Führung mehr über die Urforelle und ihre Besonderheiten erfahren. Auf die Teller kommen aber vorerst andere köstliche Fische: Elsässer Saibling, Bachforelle (Tiroler Gebirgsforellen), Seeforelle und Tigerforelle werden in Thaur als Speisefische aufgezogen.

Fischzucht Thaur
Fischereimeister Nikolaus Medgyesy
Fischzuchtweg 3
A-6065 Thaur
Tel. +43 699 11078466
nik.medgyesy@gmx.net
Anmeldungen zur Führung am 11. Mai 2019, 12 Uhr

Tierisch, tierisch

Der Alpenzoo geht nicht auf Maximilian I. zurück, sondern auf seinen Urenkel Landesfürst Ferdinand II. Aber die Weiherburg, neben der Ferdinands II. Tierpark entstand, hat schon Maximilian I. umbauen lassen. Noch interessanter wird es aber im Alpenzoo selbst, denn dort findet ihr alle Alpentiere, die es zu Lebzeiten Maximilians I. in freier Wildbahn in großer Zahl gab, etwa Bären, Wölfe und Wildschweine, und solche, die es heute noch gibt, wie Gämsen, Steinböcke oder Rehe. Im Alpenzoo könnt ihr sie aus nächster Nähe betrachten und müsst euch trotzdem nicht davor fürchten, dass ein wilder Eber sich auf auch stürzt oder plötzlich ein Braunbär vor euch steht. Einem Elch zu begegnen, das war aber wahrscheinlich nicht einmal Maximilian I. vergönnt, denn zu seiner Zeit war Mitteleuropa schon so dicht besiedelt, dass Elche in weitläufigere Gegenden ausgewichen waren. Im Alpenzoo haben sie – als zumindest ehemalige Alpenbewohner – trotzdem ihren festen Platz.

Alpenzoo Innsbruck
Weiherburggasse 37a
6020 Innsbruck
Tel. +43 512 292323
office@alpenzoo.at
www.alpenzoo.at

geöffnet: täglich
Zeit einplanen: 2–4 Stunden

Kauz im Alpenzoo
Kauz im Alpenzoo

Der kleine Kauz lebt im Alpenzoo Innsbruck fast wie zu  Kaiser Maximilians I. Zeiten.

Von Maik Meid – Kauz, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10815273

Braunbär
Braunbär

Braunbären haben heute in freier Wildbahn in Österreich Seltenheitswert. 

Foto: Hswaton, Wikimedia Commons

Elche
Elche wie diese Elchkuh …

… hatten sich im Spätmittelalter schon längst ruhigere Gefilde gesucht als Mitteleuropa.

Foto: Hswaton, Wikimedia Commons

Ein kleines Dach und große Mander

Daran kommt in Tirol wirklich keiner vorbei: Das Goldene Dachl ist zwar nicht groß, aber eines der hübschesten Wahrzeichen in Europa. Maximilian I. ließ den dreistöckigen Prunkerker errichten, um repräsentieren und Turnieren beiwohnen zu können. Rundherum ist das Bauwerk mit Gemälden und Reliefs geschmückt und obenauf mit vergoldeten Schindeln gedeckt. In dem Gebäude ist auch das Museum Goldenes Dachl untergebracht, das nach einer Neuaufstellung ab 18. Februar 2019 wieder zu besichtigen ist. Die interessante Frage dort lautet: Was bleibt?

Ein paar Schritte weiter ist in der Hofkirche das Grabmal Kaiser Maximilians I. zu bestaunen. Große Bronzefiguren – die „Schwarzen Mander“ –, unter anderem nach Entwürfen von Albrecht Dürer, bewachen das Grab. Dieses ist aber leider leer geblieben, denn als Kirche und Grabmal 65 Jahre nach Maximilians Tod endlich fertiggestellt waren, fehlte offenbar das Geld, um den Leichnam nach Innsbruck zu transportieren.

Im Maximilianjahr 2019 findet ihr in Innsbruck (und an anderen Tiroler Orten) außerdem zahlreiche Ausstellungen, Konzerte, Vorträge und andere Veranstaltungen. Das genaue Programm ist auf maximilian2019.tirol abrufbar.

Museum Goldenes Dachl
Herzog-Friedrich-Straße 15
6020 Innsbruck
Tel. +43 512 5360 1441
goldenes.dachl@innsbruck.gv.at
weiter zum Museum Goldenes Dachl
geöffnet: Di–So

Hofkirche
Universitätsstraße 2
6020 Innsbruck
(Zugang durch das Tiroler Volkskunstmuseum)
geöffnet: täglich

Zeit einplanen: 2 Stunden oder einen ganzen Tag

Goldenes Dachl

Das Goldene Dachl strahlt mir seinen vergoldeten Schindeln im Licht.
Foto: TVB Innsbruck, Christoph Lackner

Maximilian I.

Ganz oben auf dem leeren Grabmal in der Hofkirche kniet der Kaiser selbst.
Foto: Land Tirol, Gerhard Berger

Mahlzeit! Der Max Burger

So viel Sightseeing macht hungrig. Doch welche Mahlzeit hätte sich wohl Maximilian I. servieren lassen? Er soll kein großer Esser gewesen sein, erzählt man sich: Obst und Gemüse kamen auf den Tisch, Brot, Käse und Fisch. Wild war für den leidenschaftlichen Jäger Maximilian I. ebenfalls ein köstliches Mahl, und durch sein Leben am burgundischen Hof kannte er auch Speisen, die es in Österreich nicht gab. Nicht zuletzt liebte er es, Feste zu feiern und hätte sich einen Festschmaus wie den Max Burger sicher gerne servieren lassen. Eigens zum Gedenkjahr „Max 500“ kreierten Schüler der Tiroler Fachberufsschulen Absam und Landeck dieses Gericht: Ein Brot aus Weizenvollkornmehl, faschiertes Rindfleisch, Zwiebeln, Schafskäse und Chilisauce … das klingt wahrhaft köstlich. Serviert wird der Max Burger u. a. auf der Festung Kufstein, im Hotel Jägerhof in Zams, im Hotel Post in Nauders und im Jagdschloss Resort Kühtai. Zum Nachkochen gibt es das Rezept auf maximilian19.tirol

Zeit zum Essen einplanen: 45 Minuten
Zeit zum Selberkochen einplanen: 2 Stunden

Max Burger

Den Max Burger kreierten Schüler der Tiroler Fachberufsschulen Absam und Landeck. An einem eigens gebrauten Max Bier arbeitet derzeit eine der Tiroler Brauereien.
Foto: Chris Hasibeder 

Für Klettermaxen

Wer am Fuß der Martinswand vorbeifährt, kann in der Wand oft die winzigen bunten Gestalten ausnehmen, die dort herumklettern. Die Martinswand zählt mit einem Klettersteig und zahlreichen Klettergärten zu den beliebtesten Klettergebieten Tirols, ist aber nur für Geübte ein geeignetes Ausflugsziel. Eine Ausrüstung, wie sie heutige Kletterer verwenden, vor allem Kletterschuhe mit Gummisohle, wäre zu Kaiser Maximilians I. Zeiten völlig undenkbar gewesen. Vielleicht lag es auch daran, dass der Kaiser auf der Gamsjagd in der Martinswand einmal weder vor noch zurück konnte und erst nach zwei langen Tagen gerettet wurde. Das konnte nur einer göttlichen Fügung zu verdanken sein, und so ließ Maximilian I. an der Stelle eine Grotte in die Martinswand schlagen und ein Kreuz errichten. Heute führt ein gesicherter, mittelschwerer Weg zur Kaiser-Max-Grotte, sodass auch Wanderer mit gutem Schuhwerk in den Genuss des sagenhaften Ausblicks über das Inntal kommen.

Zeit für die Wanderung zur Kaiser-Max-Grotte: ca. 2 Stunden
Über Klettertouren in der Martinswand informiert zum Beispiel www.climbers-paradise.com

Dschungelbuch

Nur für ausgezeichnete Kletterer: Das „Dschungelbuch“ in der Martinswand.
Wanderer nehmen stattdessen den gut gesicherten Weg zur Kaiser-Max-Grotte.
Foto: TVB Innsbruck, Christian Vorhofer

Frieden schließen bei Stift Stams

Es waren kriegerische Zeiten, als Maximilian I. an der Macht war. Darum traf er sich 1497 auf einer Wiese bei Stift Stams mit einer Gesandtschaft des türkischen Sultans Bajezid II. Ebenfalls anwesend waren deutsche Kurfürsten und Bischöfe, der Legat Papst Alexanders VI. sowie Gesandtschaften aus Venedig, Mailand, Neapel und Spanien. Selbstverständlich gibt es auch heute noch Wiesen rund um Stams, aber ihr solltet trotzdem nicht verabsäumen, ins Kloster hineinzugehen. Zum Maximilianjahr gibt es 2019 dort Konzerte und vom 13. April bis 27. Oktober 2019 die Sonderausstellung „… in Fried und Einigkeit …“, ja, selbst das Grabmal von Maximilians I. zweiter Frau Bianca Maria Sforza befindet sich hier.

Stift Stams
Stiftshof 1
6422 Stams
Tel. +43 5263 62 42
verwaltung@stiftstams.at
www.stiftstams.at

geöffnet: Juni bis September täglich
Oktober bis Mai: Führungen auf Anfrage: Donnerstag, 16 Uhr
Zeit einplanen: 1,5 Stunden

Stift Stams

Barocke Pracht prägt Stift Stams. Auch das Grab von Bianca Maria Sforza und den Tiroler Habsburgern wurde barock überbaut.
Foto: Kurz

Burgherren heute

Wie lebt es sich wohl heute in einer Burg, die einst Maximilian I. als Jagdsitz diente? Beantworten können diese Frage die Besitzer von Berneck, die die im 19. und 20. Jahrhundert stark verfallene Burg ab den 1970er-Jahren mit großem Einsatz originalgetreu renoviert haben. In den Sommermonaten bieten sie sogar Führungen durch die alten Gemäuer an.

Burg Berneck
Burggasse 1
6526 Kauns
Tel. +43 664 7505 3179
info@burg-berneck.at
www.burg-berneck.at

Führungen von Juni bis September ein- bis zweimal pro Woche
Zeit einplanen: 1 bis 2 Stunden

Burg Berneck

Imposanter Bau auf hohem Felsen: Burg Berneck ist nach Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten ab Mitte der 1970er-Jahre bewohnt.
Foto: Christoph Praxmarer, Wikimedia Commons

Hofkirche in Innsbruck

Hofkirche Innsbruck, Video von Anton Prock; Foto: Alexander Haiden

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