Sujet Stereo-Typen
Ausstellung „Stereo-Typen“

Hören und Sehen

Die Ausstellung „Stereo-Typen“ im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum (27.4.–28.10.2018) widmet sich der Vielfalt in der Musik.

200 Jahre Innsbrucker Musikverein

1818 wurde in Innsbruck der Innsbrucker Musikverein gegründet, um musikalische Ausbildung und Konzerttätigkeit – kurz: das musikalische Leben in Innsbruck und Tirol – zu fördern. Der Verein deckte diese beiden Bereiche rasch professionell ab, die Musikschule erhielt 1934 die Konzession als Konservatorium, wurde 1939/41 aufgelöst und später nicht wieder gegründet. Auf ihn gehen jedoch die Musikschule Innsbruck und das Tiroler Landeskonservatorium zurück, das diesen Titel seit 1957 wieder führen darf und 1987 als eigenständige Institution von der Musikschule getrennt wurde.

In vielerlei Hinsicht hat der Musikverein das Musikleben und die Geschichte in Innsbruck und Tirol geprägt – Grund genug, die Musik in Tirol, das Hören und die Vielfalt in einer Ausstellung im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum zu präsentieren. Der Titel „Stereo-Typen“ spielt nicht nur in den Ausstellungssujets mit dem Doppelsinn, einerseits des festgelegten Typus, andererseits des Hörens aus verschiedenen Richtungen. Schon im Untertitel „gegen eine musikalische Mono-Kultur“ wird deutlich, dass es um die Vielfalt und die Überwindung von gedanklichen Barrieren geht.

Goethe Wagner Hörl
Instrumentenbau Lackner
Instrumente Lackner

Ottmar Hörl macht Gartenzwergriesen aus Goethe und Wagner, Instrumentenbau und Musikunterricht sind im historischen Teil thematisiert.

Fotos: Ottmar Hörl (li.), Wolfgang Lackner (re.)  

Stereotyp und Vielfalt

Die Ausstellung geht von mehreren Typen aus: LehrerInnen, SchülerInnen, ExpertInnen, Stars, Fans; für alle finden sich Beispiele im Tiroler Musikleben in den letzten 200 Jahren, die hier vorgestellt werden: Berühmte Lehrer, international erfolgreiche Komponisten, Konzertsolisten und Rockmusiker, heutige Musikschüler und -studierende, Instrumentenbauer einst und jetzt, DJs und andere mehr. Interviews über das Musiklernen und Musikmachen bieten einen ersten Einstieg in die Welt, in die sich alle diese Künstler und Fans bewegen, Texte – beispielsweise von Haimo Wisser und Erik Satie – gehen das Thema sprachrhythmisch, interaktive Musikübungen lassen einen das eigene Hören und Wiedergeben von Musik entdecken.

Zitat Erik Satie

Zitate von Haimo Wisser, Erik Satie (Bild) und anderen Künstlern setzen Sprache und Musik in Beziehung zueinander
Foto: Esther Pirchner

Aus der Musikgeschichte …

Die Ausstellung geht von mehreren Typen aus: LehrerInnen, SchülerInnen, ExpertInnen, Stars, Fans; für alle finden sich Beispiele im Tiroler Musikleben in den letzten 200 Jahren, die hier vorgestellt werden: Berühmte Lehrer, international erfolgreiche Komponisten, Konzertsolisten und Rockmusiker, heutige Musikschüler und -studierende, Instrumentenbauer einst und jetzt, DJs und andere mehr. Interviews über das Musiklernen und Musikmachen bieten einen ersten Einstieg in die Welt, in die sich alle diese Künstler und Fans bewegen, Texte – beispielsweise von Haimo Wisser und Erik Satie – gehen das Thema sprachrhythmisch, interaktive Musikübungen lassen einen das eigene Hören und Wiedergeben von Musik entdecken.

Julia Bornefeld

Julia Bornefeld, Fantasiea e Bagatelle, 2009
Foto: Wolfgang Lackner

… in die Musikgegenwart

Selbstverständlich zeigt die Ausstellung viel historisch Wertvolles aus eigenen Beständen, etwa Originalnoten von berühmten Tiroler Komponisten, Programmzettel, Fotografien oder Musikinstrumente wie Klaviere und Geigen. Zugleich setzt sie dieses Alte aber immer in Beziehung zur aktuellen bildenden Kunst, wie den kleinen Kunststoff-Statuen von Ottmar Hörl, der die überragenden Künstler Goethe und Wagner auf Kindergröße schrumpft, und Julia Bornefelds „Fantasia e Bagatelle“ mit dem Messerdurchbohrten Flügel. Nicht zuletzt lädt „Stereo-Typen“ auch dazu ein, selbst bestimmte Dinge auszuprobieren: Sei es das DJ-Mischpult, an dem man seinen eigenen Mix kreieren kann, oder das Künstlerzimmer, in dem man sich auf seinen „Bühnenauftritt“ vorbereitet, seien es Hörstationen mit Musik oder nicht zuletzt das umfangreiche Konzert-, Workshop- und Vortragsprogramm, das das Jubiläumsjahr begleitet – Musik wird als inhärentes Element des Lebens begriffen, untrennbar mit ihm verknüpft und nie ohne Einfluss auf unser Denken und Fühlen.

Stereo-Typen

gegen eine musikalische Mono-Kultur
Stereo-Typen

27. April bis 26. Oktober 2018
Di–So 10–17 Uhr

Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
Museumstraße 15
6020 Innsbruck
Tel +43 512 594 89
info@tiroler-landesmuseen.at
w
ww.tiroler-landesmuseen.at

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