Sprachsalz, Hall i. T., 14.–16.9.2018

Das Salz in der Suppe

Sprachsalz bringt vom 14. bis 16. September 2018 wieder internationale Autoren nach Hall in Tirol.

Ein Festival wie keines

Dieses Festival ist ohne Vergleich: Die Veranstalter, selbst Autoren, halten stets Augen und Ohren in alle Richtungen offen, um neue Talente und Stars der Literaturszene nach Hall holen zu können. Das Format ist zugleich Lesung, Lesezirkel, Diskussion, Meet and Greet (schon lange, bevor man das so nannte), Gespräch. Alles steht im Zeichen des Wortes, der Literatur. Man hört zu, tauscht sich aus, taucht ganz ein in die Welt des Buches. Und nicht zuletzt punktet das Festival mit einem Veranstaltungsort, dem Parkhotel Hall, der sich durch hochstehende Architektur, Säle und Terrassen, Bar und freien Blick in die Ferne auszeichnet. Es ist zu vermuten, dass viele Autoren angesichts der besonderen Atmosphäre wiederkommen würden, aber die Intention der Veranstalter ist, mit ganz wenigen Ausnahmen jedes Jahr andere Schriftsteller einzuladen.

Zora del Buono
Bernd Schuchter
David Schalko

Autoren bei Sprachsalz: Zora del Buono, Bernd Schuchter, David Schalko
Fotos: Yvonne Böhler/Peter Gründhammer/Ingo Pertramer

Affen, Vögel und Menschen

Für das Publikum bedeutet das, dass es bei jeder Ausgabe ein Programm mit immer wieder Neuem besuchen zu können. Vom 14. bis 16. September 2018 kommen beispielsweise Thomas Antonic mit seinem montageartigen Text „Flackernde Felsbilder übler Nachtvögel“, Robert Rotifer mit seinem im Wien der 1980er-Jahre geschliffenen klugen und witzigen Sprachstil, die Brüder Jürgen und Thomas Roth, die dem nur scheinbar drögen Feld der Ornithologie das wunderbare, kenntnisreiche und unterhaltsame Buch „Kritik der Vögel“ abgewinnen konnten, und der Innsbrucker Bernd Schuchter, dessen Werk „Jacques Callot und die Erfindung des Individuums“ mit G. W. Sebalds Texten verglichen wird. Die Bielefelderin Que Du Luu beschreibt in „Das Jahr des Affen“ die Suche nach Identität und Heimat, die Zürcherin Meret Gut schreibt Lyrik, „als würde man auf einem moosigen, weichen Waldboden gehen, irgendwie archaisch, direkt und naturnah“ …

Antonia Baum

Antonia Baum. Foto: Andreas Hornoff

Que Du Luu

Que Du Luu. Foto: Thomas Siekmann

Eintauchen in die Literatur

Selbstverständlich ist die Bandbreite noch größer und man tut gut daran, sich Zeit zu nehmen und vieles anzuhören. Literatur ist oft das Salz in der Suppe des Lebens und Sprachsalz lädt wie kaum ein anderes Festival dazu ein, seiner Neugier auf die Kunstwerke der Sprache freien Lauf zu lassen.

Sprachsalz

Internationale Literaturtage

14.–16.9.2018
Parkhotel Hall
6060 Hall in Tirol

www.sprachsalz.com
Sprachsalz